Meine Abschlussgedanken

Vor ein paar Tagen, sprachen zwei Kolleginnen und ich so über unseren Alltag, wie dieser Tag verlaufen war. Eine von ihnen sagte dann “ du bist sehr flexibel, kannst gut organisieren… Ich frage mich wann du noch den Einkauf und Haushalt machst, neben allem anderen“.
Ja, ich bin (meistens) sehr flexibel. Ich bringe irgendwie alles unter einen Hut auch kurzfristige Änderungen werfen mich nicht aus der Bahn. Mir war bis dahin, gar nicht bewusst, dass ich wirklich gut Organisieren kann. Auch das flexibel sein, ist für mich völlig normal. Ich dachte, das können alle die Kinder haben. Da kommt doch immer wieder etwas, Kind ist krank, Schule fällt aus, sie wollen getröstet werden-Jetzt. Für mich nichts besonderes. Den Haushalt und das einkaufen mache ich nebenbei, wenn ich Zeit habe. Mein Haushalt ist dafür nicht ganz so perfekt, ich wische nicht täglich Staub und meine Fenster reinige ich nur 3-4x jährlich. Dazwischen haben sie halt Spuren von meiner Enkeltochter oder anderen Kindern, was soll`s? Einkaufen kann ich auch mit meiner Enkeltochter, wenn sie wieder ausser Termin bei mir ist.
Ich sagte dann zu C. „ich bewundere dich, du arbeitest 100%, machst daneben noch Nachtwache, hilfst Tiere zu hüten, wenn die Besitzer in den Ferien sind, hilfst immer wo Not an Frau ist“. Sie fand das dann aber nicht so anstrengend, weil ja alles Zeitlich fix und im voraus geplant ist. Sie meinte auch, sie sei nur für sich selber verantwortlich, weil sie keine Familie hat, dann geht das einfach. Flexibel sei sie gar nicht. Weiterlesen „Meine Abschlussgedanken“

sollen, müssen, tun…

Das kennen wir doch alle. Aber müssen wir wirklich? Können wir nicht viel öfter ein dürfen, wollen daraus machen?
Vieles könnten wir doch einfach streichen. Weshalb tun wir es dann nicht?

  • Unser Perfektionismus hindert uns. Bei mir war es früher oft so, dass mein Haushalt perfekt sein musste. Alles aufgeräumt, geputzt… Heute ist es immer noch ordentlich bei mir, wenn ich aber heute keine Lust zum Fenster putzen habe lass ich es, dasselbe gilt beim bügeln. Meistens habe ich dann ein paar Tage später Lust und Zeit dazu. Den Fenstern (und der Wäsche) ist es gleich, wenn sie etwas länger nicht geputzt werden. Und ausser mir fällt es meist keinem auf. Das kann man auf vieles ausweiten, muss den tägl. abgestaubt, gesaugt werden? Ich bin der Meinung, nein.
  • Unser Pflichtbewusstsein triggert uns auch ganz schön. Gut, wenn ich meinen nicht sonderlich geliebten Zahnarzt Termin habe, bleibt mir nicht viel anderes übrig als mich daran zu halten. Ausser ich bin bereit die Kosten für den verpassten Termin zu bezahlen. Ich kann aber hier die Ansicht etwas ändern und sagen, immerhin darf ich zum Zahnarzt, ich kann mir ihn leisten, wie viele können das nicht? dasselbe gilt auch für die Arbeit, wie viele wären froh sie hätten eine Arbeit zu der sie gehen können. Weiterlesen „sollen, müssen, tun…“

Selbstvertrauen

Eigentlich logisch, bei mir hat es aber erst in den letzten Tagen klick gemacht, wie viele Blockaden entstehen nur weil das Selbstvertrauen fehlt. Wie oft habe ich mich deswegen selber aus gebremst.

Als ich in der 6.Klasse war musste ich in die Sprachschule. Damals merkten sie, dass ich das „s“ und „sch“ nicht richtig ausspreche. Ich war wohl schon zu festgefahren und hatte Mühe das zu lernen. Das „s“ ging noch einigermassen aber das „sch“ gelang mir einfach nicht. Die damalige Lehrerin, war keine ausgebildete Logopädin, sie hatte einfach Weiterbildungen besucht Sie sagte zu mir „wenn du das jetzt nicht lernst denken alle Leute du seist ein tötschchen“ (das heisst bei uns, nicht so intelligent, etwas doof).
Was geschah? ich getraute mich nicht mehr etwas zu sagen, ich wollte ja nicht als blöd dastehen. Ich konnte nicht mehr auf Leute zugehen. Bewerbungsgespräche waren schwierig. In Schnupperwochen oder -Tagen für eine Lehrstelle hiess es dann ich sei sehr ruhig, ich müsse mehr aus mir raus kommen, mehr Fragen stellen. Teilweise wurde es dann sogar als mangelndes Interesse meinerseits ausgelegt. Was nicht stimmte, ich getraute mich nur nicht. Weiterlesen „Selbstvertrauen“

Glück

Das Glück liegt im kleinen. Für Mütter ist es das Lächeln des Kindes, das strahlen der Augen, die Liebe und das Vertrauen das es schenkt, die ersten Schritte usw.

Man kann das Glück auch etwas versteckt finden. Zum Beispiel wenn ich den Haushalt mache, das leidige putzen, aufräumen… Ich weiss aber, in einem sauberen zu Hause fühlen wir uns alle wohl. Kochen, wenn`s allen schmeckt oder ich wenigstens weiss, alle haben eine gesunde Mahlzeit bekommen. Auch das ist für mich Glück.

Dann die vielen Kleinigkeiten, Traumhafte Musik hören, ein gutes Buch lesen, relaxen, eine Massage, sich bewegen beim Sport in der Natur. Beim betrachten des Sonnenaufgang oder -untergang, funkelnde Sterne, der Blick über das Meer. Menschen um mich, die ich liebe, Gesundheit.
Das alles empfinde ich als Glück. Du hast bestimmt auch einiges und kannst die Liste noch ergänzen.

Ich weiss, es gibt nicht nur Glück auf dieser Welt. Es gibt Traurigkeit, Sorgen, Angst… Auch ich kenne das. Ist es aber nicht so, ohne diese Gefühle würden wir das Glück nicht erkennen? Ich versuche meinen Fokus auf Glück, Dankbarkeit und Liebe zu halten, der Rest kommt von allein.

Schuldig, Selbstverurteilung

Eigentlich wollte ich dieses mal über die Berufung schreiben. Nun hat sich mir dieses Thema, heute Nacht, aufgedrängt. Sie weckte mich auf und brachte mich um meinen schlaf. Da ich immer mehr auf meine innere Stimme höre, geht es nun dieses mal darum, sich schuldig fühlen.

Ich nehme gleich ein Beispiel von mir dazu. Ich wurde vor ein paar Wochen auf FB gehackt. Das ist ja keine grosse Sache. Was es aber bei mir auslöste, ist was ganz anderes. Mein Kopf sagte mir, „das ist doch nicht so schlimm. Das kann jedem passieren“. Mein Gefühl sagte mir aber was ganz anderes. Es sagte mir, „so viel ärger hast du den anderen bereitet, weshalb hast du nicht mehr überlegt…“ Ich fühlte mich schuldig, machte mir Selbstvorwürfe, verurteilte mich selber. Der ganze Kreislauf wurde aktiv. Weiterlesen „Schuldig, Selbstverurteilung“

Enkelkinder hüten

Ich war an der HV der Frauengemeinschaft. Dabei kamen wir auch auf das Thema Grosskinder und hüten. Die Meinungen gingen da sehr auseinander. Viele fanden „ich bin nicht bereit mich zu verpflichten und regelmässig zu hüten. Ich will meine Freiheit geniessen“. Ich sagte „ich hüte meine Enkeltochter immer wieder und geniesse es jeweils sehr. Es tut mir sogar gut, es entschleunigt mein Leben“ Nur eine einzige stimmte mir zu und fand Kinder zu hüten sei das schönste was es gibt.
Ich kann beide Seiten nachvollziehen. Wenn man Jahrelang die eigenen Kinder grossgezogen hat, womöglich noch kranke Eltern unterstützt hat oder gearbeitet hat, hat man doch schon viel getan. Man ist müde, möchte mehr Freiheit. Oft musste man sich selber einschränken. Stellte sich immer an den hintersten Platz, alle kamen vorher und davon hat man genug.

Ich frage mich dann aber auch was wäre wenn alle so denken? Es geht ja nicht nur ums Kinderhüten sondern um soziale Arbeit im allgemeinen. Was wenn niemand mehr sich um die kranken Eltern kümmert, niemand mehr die Pflanzen der Nachbarin giesst…

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